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126 WW Thedor Banzer Hus, Wettbewerb Revitalisierung/ Erweiterung Denkmalschutzobjekt Triesen (FL), 2024

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Thedor Banzer Hus, Wettbewerb Revitalisierung/ Erweiterung Denkmalschutzobjekt, Triesen (FL), 2024

Denkmalpflege Leitlinien

Vom Grossen zum Kleinen= Gesamtanlage -Volumen- Erscheinungsbild- Material

Bestand hat höchste Priorität = Neubau ordnet sich volumetrisch als Pavillon unter 

Integraler, substantieller Erhalt aller Bauteile= Erscheinungsbild/Bausubstanz bleiben erhalten

Nutzungstrennung der Gebäudeeinheiten= historische Trennung Haus/Tenn/Schopf bleibt erhalten=keine funktionalen Überschneidungen 

Skalpellstrategie= Eingriff nur wo nötig und minimal

Räumliche Angemessenheit= Das Raumprogramm wird dem Bestand angepasst

Sanierung erfolgt in Anlehnung an historische Materialien = baubiologische Sanierung


Ortsbauliche Prinzipien/ Architektur

Das 1846 erbaute Thedor Banzer Haus an der Landstrasse in Triesen wird künftig Büroräumlichkeiten im Wohnteil, und einen Mehrzweckraum im Tenn beherbergen. Dazu wird ein zusätzliches Eingangsfoyer mit Garderoben, WC-Anlage und Nebenräumen benötigt. Diese zusätzliche Raumanforderung wird in einem eingeschossigem Pavillon nord-ostseitig rechtwinklig zum Bestand ergänzt. Der Neubau ordnet sich als Pavillon dem Bestand unter, zeigt sich aber als architektonische Ergänzung eindeutig modern. Die bauliche Ergänzung definiert den schönen Aussenraum auf der Ostseite. Der Pavillon ersetzt den bestehenden Schopfbau. Hofartig begrenzt, bekommt der Aussenraum eine neue Nutzungsvielfalt und Attraktivität. Der bestehende schöne Bongert mit hochstämmigen Obstbäumen erhält eine wirkungsvolle Präsenz. Der pavillonartige Neubau unterstreicht die Aussenraumnutzung zum ange-

nehmen Aufenthalt in den Arbeitspausen oder den Apéro-Gelegenheiten. Durch die grosszügige Verglasung ist der Neubau keine Barriere, sondern ein einladender Filter und referenziert die jetzige Situation. 


Organisation und Funktionalität

Organisiert ist das Raumprogramm entsprechend den Vorgaben des Bestandes, im Sinne einer klaren Nutzungstrennung. Das Wohngebäude dient ausschliesslich der Büronutzung – es gibt keine räumliche Überschneidung mit dem Scheunenteil. So entstehen keine technischen Überschneidungen für Brandschutz oder Akustik, die komplizierte baulich Anpassungen verlangen. In den östlich vorgelagerten bestehenden Nebenräumen werden Sanitäreinrichtungen für die Büromitarbeiter vorgesehen. Das ehemalige massive Wohngebäude ist eine autonome Einheit. Erschliessung erfolgt sowohl weiterhin von Westen vom Haupteingang als auch von Osten, wo die wichtige Anbindung an die Spörryfabrik behindertengerecht gewährleistet ist. Die Räume des Familien/ Seniorentreffs sind mit eigenem Eingang im Erdgeschoss platziert. Das Tenn/ Mehrzweckraum wird über den neuen Pavillon erschlossen. Im Pavillon befinden sich das Eingangsfoyer sowie das Office für Anlässe plus Nebenräume. Das Foyer ist sowohl der Eingangsbereich für den Mehrzweckraum als auch Foyer für die Aussenraumveranstaltungen. Gemäss der ländlichen Tradition stellt ein kleiner Schopf im Aussenraum Platz für Aussen- und Gartengeräte/Mobiliar bereit. Ein Brunnen bereichert den Aussenraum zusätzlich. Im ehemaligen Stall unter dem Tenn wird der Boden etwas abgesenkt, so dass die Räume dort genügend Höhe haben. Das Lager bzw. die Vereinsräume haben einen eigenen Zugang von der Landstrasse. Die Technikräume sind unterhalb des Neubaus platziert.

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