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125 WW Gasthaus Planken, Wettbewerb Neubau Gasthaus, Planken (FL), 2024

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Gasthaus Planken, Planken (FL), 2024

Ortsbauliche Prinzipien

Das neue Gasthaus in Planken ist ein langgestreckter Baukörper, der an der dramatischen Hangkante sitzt. Dem Gasthaus vorgelagert im Süden liegt die abgestufte Aussenterrasse. Der zur Strasse ebene Vorplatz ist eine Geste des Ankommens, folgerichtig ist auch hier der Zugang zu den Gasträumen. Ebenso liegt auf diesem Niveau und als Teil des Platzes der kleine Selbstbedienungsladen. Gegen unten, um einige Stufen abgesetzt liegt die dem Gebäude vorgelagerte, bediente Sonnenterrasse mit dem fantastischen Panorama. Durch die Mauer im Rücken sind die Sitzplätze geschützt und den teilweise starken Winden nicht unangenehm ausgesetzt. Die Lage im Süden profitiert von der Himmelsrichtung Süd-West und der Aussicht auf das Rheintal und die Schweizer Berglandschaft. Im Norden der Terrasse schützt das Gebäude vor dem kalten Biswind. Von der Strasse aus tritt das Gebäude als 1 ½ geschossiger Baukörper  mit einfachem Satteldach in Erscheinung.


Architektur und Funktionalität

Vom strassenerweiternden Eingangsplatz aus betreten die BesucherInnen die Gasträume durch einen Windfang. Der Gastraum mit Küche liegt ein halbes Geschoss tiefer, der Saal um ein halbes Geschoss höher unter dem Dach. Die halbgeschossige Massnahme erleichtert die jeweiligen Erschliessungen der beiden Nutzungen. Eine kurze Treppe führt in die Gaststube mit vorgelagertem Wintergarten. Die Gaststube mit Küche ist mit einer tischhohen Fensterfront auf der Längsseite ausgestattet. So kann von jedem Platz das Panorama bewundert werden. Hinauf in den Saal gelangen die BesucherInnen mit einer einladenden Geste über eine geschwungene Treppe.

Der Saal ist an den beiden Raumenden verglast. Die Längsseite ist geschlossen. Der Saal wird durch ein grosszügiges Fensterband im Dach aber längsseitig schön belichtet. Die Aussicht ist hier auf die Berge, die «Drei Schwestern» gelenkt. Der Saal ist ins Dach geöffnet und erhält dadurch eine spezielle Form.



Ausdruck und Konstruktion

Das neue Gasthaus ist als einfacher Holzbau über einem betonierten Keller geplant. Als Verkleidung wird eine dunkel lasierte Vertikalschalung vorgeschlagen, die teilweise offen, als Filter geführt wird. Die Fassade ist mit Holfaserplatten gut gedämmt. Die Solarzellen sind als Indachlösung geplant. Geheizt wird mit einer Wärmepumpe. Der Innenraum lebt von der angenehmen Holzatmosphäre; breite Riemen-Massivholzböden und einer Holzvertäferung an den Wänden. Das kompakte Volumen und die natürlichen Materialien entsprechen den ökologischen Vorgaben und sind in sich eine unterhaltsarme und nachhaltige Lösung.

Das einfache Volumen wird durch eine ausschwingende Treppe auf der Strassenseite akzentuiert und gibt auch dem Dach ein besonderes formales Element. Im Dach sichtbar ist das lange Oberlicht für den Saal, das die Bergwelt in den Innenraum bringt. Von der Strasse aus erweitert befindet sich ein Platz, wo die BesucherInnen geräumig ankommen können. Hier wird die Abstufung zur Terrasse sichtbar und lässt die Besucher die Aussicht auf zwei verschiedenen Niveaus geniessen. Der Zugang entweder zum Saal oder zum Gastraum erfolgt entspannt über diesen Vorbereich.

Das neue Volumen nutzt Innen wie Aussen die exponierte Lage voll aus und gliedert sich durch seine gedeckte Farbigkeit natürlich in die Umgebung ein.

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