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KITA Mörschwil, Umbau/Erweiterung, Mörschwil (CH), 2023

Nachhaltigkeit

Instandsetzen eines bestehenden Gebäudes!

Die graue Energie ist bei einem Neubau und einem Abriss wesentlich höher als beim

Der bestehende Kindergartenbau aus den 1970-ger Jahren bleibt erhalten. Er muss nur minimal an das neue Deshalb:

Zwischennutzung für Vereine bzw. Elternberatung/ Kurse etc. So dient das Gebäude weitere 10-20 Jahre Programm angepasst werden und wird energetisch saniert. Er dient entweder für zwei Kita Gruppen oder als

seinem Zweck mit weniger Energiebedarf.

Grünraum oder eine Landreserve für einen weiteren Neubau.

Bleibt der Bedarf an Kita Gruppen klein kann das Gebäude abgerissen werden. Es entsteht ein grosszügiger Der Neubau mit zwei Kita Gruppen, Essräumen, Büro, Atelier und Nebenräumen wird neben dem Bestand

realisiert. Mit einem gemeinsamen überdachten Eingang zusammengefasst, entsteht eine sinnvolle funktionale

Verbindung aber keine bauliche Überschneidung. Ein neues Ensemble Alt-und Neu entsteht und bietet

abwechslungsreiche Erschliessungen und Aussenräume.

Diese Bebauungsstategie ist in vielerlei Hinsicht nachhaltig.

Die Gebäude können flexibel den Bedürfnissen entsprechend genutzt werden.

Etappierung.

Die getrennten Gebäude haben eine unterschiedliche Lebensdauer. Das bietet Raum für eine

Das Volumen (Erstellungskosten) des Neubaus ist entsprechend geringer, wenn der Bestand erhalten Die «Kita im chärn» kann wachsen oder schrumpfen.

bleibt.

Das Grundstück wird nicht komplett neu bebaut – es behält die/ seine Landreserve.


Städtebau

Die zu erstellenden Parkplätze, Garagenplätze und Entsorgungsstation sowie der Privatgarten mit Spielplatz

und Hühnerstall werden im Nordwesten der Parzelle 669 realisiert. So liegen sie in unmittelbarer Nähe zu

Restaurant und Bäckerei und sind vom Dorfzentrum gut erschlossen. Verkehrstechnisch lassen sich auf diese Der Neubau zeigt sein Gesicht zum Kirchplatz. So wird er ein sichtbares und definierendes Volumen für das Weise Autos, Velos und Fussgängererschliessung gut und sicher entflechten.

Dorfgefüge. Die bestehenden Linden bilden den Auftakt zum Vorplatz der neuen Kita. Die dort platzseitig

angeordneten Essräume und Küche der Kita bieten eine gewisse Öffentlichkeit. Diese Infrastruktur kann auch als

Kirchencafé oder zum Vereinsanlass genutzt werden, was dem Gebäude eine zusätzliche Öffentlichkeit und

Multifunktionalität gibt.

Das Volumen wird gegen Süden niedriger und vermittelt so in den geschützten und privateren Aussenbereich

der Kita.


Architektur

Der hindernisfreie Zugang zur Kita liegt im Zentrum des neuen Ensembles. Sowohl Neubau als auch

Bestandesbau werden hier auf der gemeinsamen Ebene erschlossen. Die neu entstandene Erschliessungsgasse

führt ausserdem weiter in den Aussenbereich. Die barrierefreie Erschliessung in den Aussenraum erfolgt über

den Lift. Der Neubau ist gemäss der Topografie im Split-level organisiert. Auf dem Eingangsgeschoss befinden

sich der gewünschte Waschbereich, die Kitaleitung und die Abstellmöglichkeit für Kinderwagen. Die Essräume

und die Küche befinden sich ein halbes Geschoss erhöht auf Kirchplatzniveau. Darüber je halbgeschossig Gartenebene.

versetzt sind die beiden Kita Gruppen unter dem Dach angeordnet. Das gemeinsame Atelier befindet sich auf Der Neubau ist als Holzbau konzipiert. Die sichtbaren Rippen bieten im Innenraum diverse Möglichkeiten zur Räumen einen eigenständigen Charakter. Der an den Fassaden sichtbare Raster verbindet sich gestalterisch mit Möblierung, indem ihre Konstruktionstiefe als Regal/ Schrank genutzt werden kann. Zudem verleiht es den den gerasterten Platten des Bestandes und mit den Fachwerkhäusern der Umgebung.

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