info

089 WW Nendeln, Wettbewerb Vereinshaus, Nendeln (FL), 2019

© muh

© muh

Wettbewerb Vereinshaus, Nendeln (FL), 2019

Die neue Begegnungszone Nendeln konstituiert sich aus den öffentlichen Plätzen: Kirchplatz, Dorfplatz und dem Vereinshaus Clunia.

Das neue Vereinshaus und die gegenüberliegende Parzellenbebauung (1.+2.Etappe) bilden den räumlichen Auftakt zu dem sich zur Kirche hin öffnenden Platz.

Der Kirchplatz liegt im schräg abfallenden Gelände; flankiert wird der Platz vom ebenen Dorfplatz, der über der Tiefgarage nördlich angrenzt und dem Vorbereich des neuen Vereinshauses. Zusammen bilden sie die Aussenräume für diverse Aktivitäten mit unterschiedlichen Qualitäten.

Der Kirchplatz liegt vor der Kapelle und ist das Zentrum der Begegnungszone. Seine Ausrichtung wird von einer Zeichnung aus Natursteinintarsien unterstrichen. Der Platz öffnet sich zur Kapelle und verschafft ihr dadurch eine sichtbare Präsenz. Ein Dorfbrunnen und ein Baum beleben den Platz.

Der Dorfplatz liegt angrenzend an den Kirchplatz. Er ist eben ausgebildet und liegt über der

Tiefgarage. Die dem Gelände folgenden Treppenstufen verbinden die beiden Plätze miteinander. Auf

dem Dorfplatz können Märkte aufgebaut werden oder ein Festzelt platziert werden. Der Dorfplatz kann

durch die oberirdische Parkierungsfläche erweitert werden.

Die Tiefgarage liegt topografisch sinnvoll am unteren Ende des Dorfplatzes. Sie bildet die Begrenzung

und die Fläche für den Dorfplatz. Die Tiefgarage kann einfach erweitert werden für die Etappen 2 und 3.

Die oberirdische Parkierung wird hinter der Kapelle erschlossen und kann über den Dorfplatz erweitert

werden.

Das Vereinshaus Clunia flankiert die Begegnungszone im Süden. Das neue Vereinshaus konstituiert

sich als längliches Volumen entlang der Sebastianstrasse. Das Vereinshaus Clunia wird an der Sebastianstrasse erschlossen. Seine Ausrichtung liegt hin zum Kirchplatz. Der öffentliche Aussenraum

wird unter das neue Gebäude gezogen und findet im inneren Erschliessungsbereich seine Fortsetzung.

Auf dieser Ebene liegen die Vereinsräume. Sie kommunizieren gegen den Platz und gegen den

öffentlichen Obsthain, der im Süden des Vereinshauses situiert ist. Die Treppen folgen der Topografie

und laden vor dem Eingang zum Sitzen ein. Das Erschliessungsniveau beherbergt neben den

Vereinsräumen auch die Cateringküche und die Garderobe für den Saal, der im Obergeschoss

untergebracht ist. Der Saal wird durch einen attraktiven Foyerbereich mit Sitznischen erschlossen. Die

bewegte Fassade kommuniziert hin zum Kirchplatz. Der Massivbau wird mit einem farbigen Glasfilter

(Profilit) als zweite Schicht überzogen. Die Fassade wird dadurch lebendig und strahlt einen

eigenständigen und einladenden Charakter aus. Zudem schützt die zweite Schicht vor Geräuschimmissionen . Saal und Vereine sind im Innern geschossweise getrennt – das erlaubt ein gleichzeitiges bespielen der Räume ohne Lärmstörung.

Die Etappierung sieht vor, dass das momentan bestehende Einfamilienhaus durch einen verlängerten Dienstleistungskörper entlang der Landstrasse ersetzt wird. So kann der Auftakt zur Begegnungszone akzentuiert werden. Das Dienstleistungsvolumen ist strassenbegleitend und gegen den Kirchplatz hin abgewinkelt. So öffnet sich die Begegnungszone sukzessive.

Vom Dorfplatz aus wird die 3. Bauetappe erschlossen. Ein einfaches Volumen steht kann drei Wohngeschosse (Generationenwohnen) à drei Wohnungen beherbergen. Ausgerichtet ist es nach Süden zum Platz hin. Die Wohnungen liegen somit rückwertig zur Landstrasse und profitieren von dieser ruhigen Lage.

top Keyboard Arrow Up