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049 WW Triesen Dorfmitte, Wettbewerb 1. Preis Zentrumsplanung, Triesen (FL) 2010

© muh

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Wettbewerb/Studienauftrag/Umbau/Erweiterung, Ort (FL), Jahr

Triesen hat sich im Laufe der Zeit vom Hang Richtung Tal entwickelt. Mit der Dorferweiterung haben sich auch die Treffpunkte vom Oberdorf ins Unterdorf verlagert. Dorfstrasse und Landstrasse kommen hier zusammen; gleichermassen treffen hier eine dörflich gewachsene Baustruktur und die sehr herterogene neuere Bebauung aufeinander. An diesem zentralen Ort befinden sich wichtige ökonomische und kulturelle Einrichtungen und die Gemeindeverwaltung.

Das Aufeinandertreffen dieser wichtigen Achsen in der Dorfmitte hat baulich noch keine befriedigende Entsprechung gefunden.

Konzept

Der neue verkehrsfreie Dorfplatz befindet sich im Scharnier zwischen Land- und Dorfstrasse. Er gestaltet sich neu auf dem historischen unteren Dorfplatz. Geologisch gesehen ist dieser Ort der Ausläufer des Schuttkegels, danach folgt die Rheinebene. Der dreieckige Dorfplatz wird durch drei mittelgrosse Gebäude und einem Dach definiert. Die Grösse der Baukörper gleicht sich der Körnung des alten Dorfes an und leitet über zu den grösseren strassebegleitenden Baukörpern. Die Einzelbaukörper bilden einen durchlässigen Filter zum alten Dorf. Das ortsbaulich und historisch wichtige Restaurant Sonne kann zusammen mit einer weiteren Gastronomienutzung und einigen Detailhändlern eine attraktive Platzbelebung hervorbringen. Die Landstrasse wird durch eine Stützmauer und eine Baumreihe begleitet und definiert. Der leicht erhöhte Dorfplatz ist gut an das bestehende Fussgängernetz, Kappeliweg, Fabrikwegli und an die wichtigen kulturellen Nutzungen Kapelle und Gasometer angebunden. Parkierungsmöglichkeit findet sich unter dem hangseitigen Hof.

Das Marktdach steht an Stelle der ehemaligen Mühle und akzentuiert den Anfang der Dorfstrasse. Die Bedeutung und die räumlich Situation der beiden Hauptverkehrsstrassen wird dadurch ablesbar. Unter dem Dach kann z.B. der Wochenmarkt abgehalten werden, gut einsehbar und gut erreichbar zu Fuss und mit dem Auto.

Die etwas städtischere Entwicklung an der Landstrasse wird mit längsorientierten Baukörpern verdichtet. Der Grossverteiler befindet sich nördlich der Musikschule masstäblich am angemessenen Ort. Die flächenmässige Ausbreitung, die der Kreiselverkehr technich beansprucht, wird durch vier platzbildende Baukörper begrenzt. Ausgehend von der Musikschule befinden sich vor der neuen Bebauung Vorbereiche, die zusammen als städtischer Platz wirken. Nutzungsmässig kann sich hier der Detailhandel im Erdgeschoss verdichten.

Neben der Strassenkreuzung entsteht eine „Natürliche“ Kreuzung. Entlang der verschmälerten Dorfstrasse (Einbahnverkehr) wird der Dorfbach geöffnet. Er wird auch gemäss seinem historischen Verlauf entlang der Dröschistrasse bis zum Binnenkanal freigelegt. Entlang der Landstrasse werden Alleebäume (Birn- und Apfelbäume) gepflanzt. So entstehen artikulierte beschattete Flanierzonen, entlang der seitlich orientierten Plätze. Die Plätze werden über grössere Baumscheiben entwässert. Der Hof wird als Übergang zu der begrünten Böschung chaussiert. Die Böschung wird mit einheimischen Hölzern bepflanzt. Die Bepflanzung verweist auf eine ländlich-dörfliche Ortsmitte.

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